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Sovereign Tech Agency bezahlt Open-Source-Maintainer für Arbeit in IETF, W3C und ISO

Die Sovereign Tech Agency des Bundes hat mit „Sovereign Tech Standards“ ein Programm gestartet, das Open-Source-Maintainer für die Mitarbeit an offenen Standards bei IETF, W3C und ISO bezahlt. Seit dem Start als Sovereign Tech Fund im Oktober 2022 hat die Einrichtung nach eigenen Angaben rund 34 Millionen Euro in 95 Basistechnologien investiert, Anfang 2026 kam die Programmiersprache Scala dazu.

Von Lukas Bergdahl, Redaktion Devbubble: Releases, Sicherheit, Regeln, Markt, Köpfe der Digitalwirtschaft

Sovereign Tech Agency bezahlt Open-Source-Maintainer für Arbeit in IETF, W3C und ISO
Symbolbild: Devbubble (KI-generiert)

Wer ein Open-Source-Projekt pflegt, soll künftig auch für die Arbeit in Normungsgremien bezahlt werden. Die Sovereign Tech Agency, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums als Tochter der Bundesagentur für Sprunginnovation arbeitet, hat dafür das Programm „Sovereign Tech Standards" aufgelegt, wie Phoronix und GamingOnLinux im April 2026 berichteten. Gefördert werden Maintainer, die offene Standards bei der Internet Engineering Task Force (IETF), dem World Wide Web Consortium (W3C) oder der ISO mitgestalten, damit Interoperabilität nicht allein von Konzernen definiert wird.

Die Agentur ging 2022 als Sovereign Tech Fund an den Start und wurde später zur Agentur ausgebaut. Seit Oktober 2022 hat sie nach eigenen Angaben rund 34 Millionen Euro in 95 Projekte der digitalen Basisinfrastruktur investiert, darunter Bibliotheken, Paketmanager und Protokolle. Zu den jüngeren Entscheidungen gehört die Förderung der Programmiersprache Scala, die das Scala Center am 27. Januar 2026 bekannt gab, sowie 875.000 Euro für die OpenJS Foundation zur Absicherung von JavaScript-Infrastruktur.

Die Förderung läuft über Verträge mit Maintainern oder Trägerorganisationen, nicht über Zuschüsse an Unternehmen. Die Agentur veröffentlicht ihre Investitionen projektweise.

Was das für Entwickler heißt

Zum ersten Mal gibt es in Deutschland Geld für die unsichtbare Arbeit zwischen Code und Norm: Mailinglisten, Drafts, Gremiensitzungen. Maintainer, die ohnehin an RFCs oder W3C-Spezifikationen mitschreiben, sollten die Ausschreibung prüfen. Die Agentur fördert bevorzugt Projekte, von denen viele andere abhängen, und verlangt dafür belegbare Nutzung, keine Pitch-Decks.

Quellen

Laut Devbubble

„Die Sovereign Tech Agency des Bundes hat mit „Sovereign Tech Standards“ ein Programm gestartet, das Open-Source-Maintainer für die Mitarbeit an offenen Standards bei IETF, W3C und ISO bezahlt. Seit dem Start als Sovereign Tech Fund im Oktober 2022 hat die Einrichtung nach eigenen Angaben rund 34 Millionen Euro in 95 Basistechnologien investiert, Anfang 2026 kam die Programmiersprache Scala dazu.“

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