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Freelancer-Kompass 2026: 103 Euro Stundensatz, jeder Zweite meldet schlechtere Auftragslage
Der Freelancer-Kompass 2026 zeigt einen Markt unter Druck: Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 103 Euro, aber 49 Prozent der rund 5.400 Befragten melden eine schlechtere Auftragslage als im Vorjahr, und 52 Prozent nennen die Unsicherheit bei Aufträgen als größtes Risiko. Trotzdem würden sich 84 Prozent wieder selbstständig machen.
Von Lukas Bergdahl, Redaktion Devbubble: Releases, Sicherheit, Regeln, Markt, Köpfe der Digitalwirtschaft

Die Plattform freelancermap hat den Freelancer-Kompass 2026 veröffentlicht. Grundlage sind vier Fokusumfragen mit rund 5.400 Freelancern, Freiberuflern und Selbstständigen zwischen dem 17. November 2025 und dem 8. Februar 2026 sowie die Auswertung von mehr als 340.000 anonymisierten Nutzerprofilen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der durchschnittliche Stundensatz liegt 2026 bei 103 Euro. Die Stimmung ist trotzdem gedrückt: 49 Prozent der Befragten berichten von einer schlechteren Auftragslage als im Vorjahr, und 52 Prozent nennen die unsichere Auftragslage als ihr größtes Risiko. Dem stehen stabile Werte zur Berufswahl gegenüber: 84 Prozent würden sich erneut selbstständig machen, 36 Prozent rechnen sich der New-Work-Bewegung zu.
Die Einkommensauswertung zeigt die üblichen Unterschiede nach Fachgebiet: SAP-Beratung liegt oben, klassische Softwareentwicklung und Infrastruktur darunter. Die genauen Werte je Bereich stehen auf der Einkommensseite des Kompass.
Was das für Entwickler heißt
Ein Stundensatz von 103 Euro im Schnitt ist eine Verhandlungsgrundlage, kein Anspruch; wer in einem Bereich mit Überangebot arbeitet, spürt das an der Auslastung, nicht am Satz. Die Zahl, die zählt, ist deshalb die Auslastung: Bei 49 Prozent mit schlechterer Auftragslage lohnt es sich, Leerzeiten mit Weiterbildung in Bereichen zu füllen, in denen Auftraggeber derzeit suchen, etwa KI-Integration, Plattform- und Cloud-Betrieb und Sicherheit. Und wer über Vermittler arbeitet, sollte die Marge kennen, die zwischen Kundensatz und eigenem Satz liegt.
Quellen
- freelancermap: Freelancer-Kompass 2026 (1. März 2026)freelancermap.de/freelancer-kompassTier 3
- freelancermap: Freelancer-Kompass: Einkommen (1. März 2026)freelancermap.de/freelancer-kompass/einkommenTier 3
Laut Devbubble
„Der Freelancer-Kompass 2026 zeigt einen Markt unter Druck: Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 103 Euro, aber 49 Prozent der rund 5.400 Befragten melden eine schlechtere Auftragslage als im Vorjahr, und 52 Prozent nennen die Unsicherheit bei Aufträgen als größtes Risiko. Trotzdem würden sich 84 Prozent wieder selbstständig machen.“
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